Ein Wochenende in Antwerpen

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr. Etwas spät, ich weiß aber das Jahr 2015 hat für mich schon turbulent begonnen. Nach einem gelungenen Start in das neue Jahr, ging es für mich am 2.Januar nach Antwerpen. Trotz eines ordentlich schlechten Gewissens, habe ich mich doch sehr auf diesen Trip gefreut, insbesondere da ich zuvor noch nie in Belgien war. Was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt. Um 08.30Uhr am Freitagmorgen ging die Reise los. Wir machten uns von Hamburg, über Osnabrück und die Niederlande, auf den Weg in Richtung Belgien.

Nach fünfstündiger Autofahrt, mit wenig Stau, erreichten wir am frühen Nachmittag Antwerpen. Im ersten Moment war ich geschockt. Rechts und links von der Autobahn erstreckten sich graue Hochhäuserreihen, deren Balkone zur Autobahn hin ausgerichtet waren, angrenzend ein Industriegebiet. Nachdem ich den ersten Schock überwunden habe, kamen wir bereits an unserem Hotel an, zentral gelegen mit Ausblick auf den Stadtpark, die Hochhaussiedlung weit hinter uns.

Die einzige Möglichkeit sein Auto sicher abzustellen, das nahgelegene Parkhaus. 18€ pro 24Stunden sind nicht gerade ein Schnäppchen aber wir mussten schnell feststellen, dass das Preisniveau in Antwerpen etwas über dem in Hamburg liegt. Wir nutzen die frühe Ankunft, um die Stadt noch im Hellen zu erkunden und erste Eindrücke zu sammeln. Antwerpen ist in verschiedene Viertel aufgeteilt, die von unserem Hotel aus bequem zu Fuß erreichbar waren. Besonders angetan hat es mir das Modeviertel mit seinen zahlreichen kleinen Boutiquen, wobei ich nach dem Feiertagsmarathon und meinem anstehenden Geburtstag nicht so recht in Shoppinglaune kam. Generell hatte ich das Gefühl, dass hier noch großer Wert auf einheimische Designer und Geschäfte gelegt wird, obwohl es auch Ketten, wie H&M, Hunkemöller etc. gibt. Abends kehrten wir in ein kleines Bistro namens „Berlin“ im Modeviertel ein, testeten verschiedene Biersorten und ließen den ersten Tag langsam ausklingen. Ich war überrascht, wie unterschiedlich und gut Bier schmecken kann.

Am nächsten Tag gingen wir, trotz Regen, gezielter los. Mit Hilfe einer App für Antwerpen, suchten wir uns interessant klingende Plätze aus, die wir auf einer Karte markierten. Die erste Station war eine Art Wochenmarkt, der sich auf dem Vorplatz des Theaters befand. Hier gab es verschiedene Spezialitäten zu kaufen, sowie Kleidung und Tiere. Die Tiere taten mir so leid, dass ich drauf und dran war mir ein Kaninchen mitzunehmen.


Unser nächstes Ziel war das Modemuseum. Ich war leider etwas enttäuscht, da letztendlich nur repräsentativ Looks von verschiedenen Shows, die auf Bildschirmen gezeigt wurden, ausgestellt waren aber für drei Euro Eintritt war es in Ordnung. Zumindest ein trockenes Plätzchen.


Im Modeviertel schauten wir in einige Läden rein, besuchten kurz die Stadtburg „Het Steen“, schlenderten an der Promenade entlang und guckten uns unterschiedliche Gebäude, wie die Lotsenzentrale oder das „Museum aan de Stroom“, an.


Letzte Etappe war das Designcenter, was sich auch als recht ernüchternd darstellte. Da wir vorher noch nicht in dieser Gegend waren, beschlossen wir uns etwas umzusehen. Ich hatte mich schon gefragt, wo denn die ärmeren Leute wohnen, da ich bisher ein Mittel- bis Oberschichtiges Stadtbild hatte. Da war meine Antwort. Hier war es, komplett abgegrenzt von der eigentlichen Innenstadt. Leider ist in fast jeder größeren Stadt, die Spanne zwischen Arm und Reich ziemlich groß. Völlig durchnässt gingen wir zurück ins Hotel. Zum Abendessen hatten wir uns das „K.Zeppos“ ausgesucht. Ein sehr gemütliches Bistro.

Am letzten Tag zeigte sich wieder die Sonne. Wir begannen den Tag mit einem Spaziergang durch den Stadtpark. Danach besorgten wir Pralinen für meine Mutter und belgisches Bier für meinen Vater, denn die meisten Läden haben am Sonntag geöffnet. Ruhetag ist stattdessen der Montag.
Bevor wir uns auf den Heimweg machten, gab es Mittagessen bei „Ellis Gourmet Burger“, für mich als Namensvetterin ein Muss.


Insgesamt ist Antwerpen eine lohnenswerte Stadt. Sie ist klein genug, um als Fremder innerhalb eines Wochenendes einen guten Eindruck zu bekommen. In fast jeder Straße ist etwas los. Die meisten Bistros, Restaurants und Bars sehen einladend aus und der Mix aus alten und neuen Bauten ergibt ein schönes Stadtbild. Allgemein kommt mir Antwerpen, besonders in Bezug auf Essen, sehr teuer vor. Sollte ich nächste Mal hier her fahren, würde ich auf jeden Fall etwas Flämisch lernen. Jedes Mal wenn ich angesprochen wurde, löste diese Sprache in meinem Kopf totale Verwirrung aus. Dazu muss ich aber sagen, dass man mit Englisch auch sehr gut durch kommt.

Ich hoffe, das waren nicht zu viele Informationen und das dieser Post für einige interessant war.
Eine wunderbare Woche wünsche ich euch.

Eure Elli ❤




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