Eine Hassliebe

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Hallo ihr Lieben,

meine letzte Woche in Berlin ist angebrochen. Die Zeit ging schneller vorbei als ich erwartet habe und so richtig durchatmen konnte ich nicht. Seit ich achtzehn war, wollte ich unbedingt nach Berlin. Mit einem Studienplatz in der Hauptstadt hat es nicht geklappt und für mein Pflichtpraktikum hat es mich dann in den Süden verschlagen. Langsam fing ich an mich damit abzufinden, dass diese Stadt mich einfach nicht haben möchte. Aber wie das Leben eben so spielt, denn ausgerechnet als ich unbedingt in Hamburg bleiben wollte, kam die Möglichkeit nach Berlin zu gehen und wie sich herausstellte, auch hier zu bleiben, was ich allerdings dankend ablehnte.

Schaue ich zurück, ist mir in den letzten paar Wochen so viel Mist passiert, wie im ganzen letzten halben Jahr nicht zusammen. Insbesondere der Straßenverkehr kostete mich bereits einige Nerven. Kaum bin ich in die Stadt hinein gefahren ging es schon mit dem Gehupe los. In Berlin wird sehr gerne gehupt, egal aus welchem Anlass und mit Vorliebe wegen auswärtigen Kennzeichen. Stehe ich also mit meinem Hamburgerkennzeichen an einer Ampel, kann ich mir sicher sein, dass gehupt wird bevor die Ampel auf Grün umgesprungen ist. Noch schlimmer als die Autofahrer sind jedoch die Radfahrer, die einfach überall sind. Wie Suizidgefährdete schießen sie aus allen Richtungen, missachten sämtliche Verkehrsregeln und pöbeln noch mehr als die Autofahrer. Man kann von Glück reden, dass sie keine Hupe besitzen.

Und als wäre die Anarchie auf den Straßen nicht Strafe genug, passierte mir noch ein Missgeschick nach dem nächsten. Zunächst ging mein Handy kaputt, nachdem es mir wohl ein Mal zu viel runtergefallen ist. Im Anschluss gab mein Auto seinen Geist auf. Unser Caterer fragte mich ob ich schwanger sei, da ich seiner Meinung nach so zugenommen hätte. Mich hat irgendein Insekt gestochen, sodass mein Knöchel tagelang angeschwollen war. Ein Kollege warf mir einen Seifenspender gegen den Kopf und als Krönung brannte es in unserem Haus. Ich denke, es waren genügend Zeichen, um meine Rückzug nach Hamburg anzutreten.

Berlin, ich liebe dich und ich komme wieder, sofern ich die letzte Woche mit dir noch überlebe.

Ich wünsche euch eine wunderbare Woche.

Eure Elli ❤

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Hose – Monki , Shirt – S.Oliver (ähnliches hier) , Jacke – Monki (ähnliche hier) , Schuhe – Keds

2 Kommentare zu “Eine Hassliebe

  1. Hallo
    es tut mir ja so leid, dass dir das alles passiert ist, aber ich musste gerade einfach nur schmunzeln 😀 Du hast den Beitrag so toll geschrieben und ich merke, dass da nicht nur Frust ist, sondern auch ein wenig Humor hinter dem Ganzen steckt. Also ich wünsche dir für die letzte Woche viel Glück und vergiss nicht einen Helm zu tragen!

    Liebst Linni
    http://www.linnisleben.wordpress.com

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